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Sichtbarkeit und Verantwortung

Was wir ger­ade auf glob­aler Ebene erleben, ist nicht nur psy­chol­o­gisch, son­dern auch kul­turell hochspan­nend. Wir Sprachar­bei­t­erin­nen (Män­ner und Diverse sind wie immer mit­ge­meint) kon­sum­ieren wohl alle gewohn­heitsmäßig Nachricht­en aus unter­schiedlichen Kul­turkreisen, und einige beobacht­en dabei, wie medi­al Wahrheit kon­stru­iert wird, wie sich Diskurse durch reale Ereignisse verän­dern, wie auch Not­si­t­u­a­tio­nen hier und da instru­men­tal­isiert wer­den und welche Regierun­gen und Staatschefs wie ver­ant­wortlich han­deln bzw. sich auf unter­schiedliche Weise aus ihren Pflicht­en her­auslavieren. Es ist in jedem Fall eine äußerst span­nende Zeit.

Warum Treue nicht funktioniert

In den Tex­ten dieser Kolumne habe ich mich bish­er auf ein­er abstrak­ten Ebene bewegt. Es geht mir nicht so sehr um die Qual­ität von Über­set­zun­gen oder um konkrete Meth­o­d­en beim Über­set­zen. Das ist auch wichtig, aber erstens ste­ht es mir in meinen Augen nicht zu, die Arbeit mein­er Kol­legin­nen (männliche Vertreter wie immer mit­ge­meint) zu bew­erten, und zweit­ens kommt es (mir hier) tat­säch­lich nicht auf das Ergeb­nis an. Vielle­icht wird das auch ein­mal The­ma, aber erst ein­mal nicht.